Bio Austria

Biokontrollnummer:
AT-N-01-Bio-0055-5L

Der Ackerbau beim Samshofbauern

Von den klimatischen Gegebenheiten ist im Salzburger Alpenvorland kein Getreideanbaugebiet, es wird fast ausschließlich Viehwirtschaft bzw. Milchwirtschaft betrieben. Hatte noch vor 100 Jahren jeder Bauer sein Getreidefeld für die Eigenversorgung mit Speisegetreide und Futtergetreide, ergab sich durch die Rationalisierung eine Spezialisierung auf einseitige Betriebszweige.

Es ist im Sinne der Grundsätze der biologischen Landwirtschaft einen gemischten Betrieb - Ackerbau und Viehhaltung - zu führen, da hier ein geschlossener Betriebskreislauf ideal zu verwirklichen ist. Der Acker kann mit Hilfe des anfallenden Düngers relativ leicht mit den nötigen Nährstoffen versorgt werden. Andererseits ist durch die eigene Erzeugung kein Zukauf von Futtergetreide nötig, damit ergibt sich keine Gefahr der Überdüngung der bewirtschafteten Fläche.

Auf unserem Hof wurde seit jeher das Getreide für die Fütterung der Tiere selber angebaut. Seit dem Jahr 2003 weiteten wir die Getreideproduktion aus und begannen zusätzlich Speiseroggen zu kultivieren. Die Kombination des Tretmiststalles mit der Getreideproduktion erweist sich auf unserem Hof als sehr sinnvoll: Das reichlich anfallende Stroh wertet den Dünger auf und dient zum Aufbau des Humus im Boden.

Bodenprofil

Die ökologische Bodenbewertung gibt wichtige Informationen über den Zustand des Bodens. Wichtige Merkmale dafür kann man durch die Zeigerfunktion von Kulturpflanzen und Beikräutern sowie an einem tiefer gegrabenen Bodenprofil selbst sehr gut beurteilen.

Über die Fingerprobe kann die Bodenart (sandig, lehmig oder tonig, also ob der Boden tatsächlich schwer, mittel oder leicht ist) grob abgeschätzt werden.

Die Qualität der Bodenstruktur als Folge einer guten oder mangelhaften Bodenbearbeitung kann mithilfe der Wurzeln beurteilt werden. Auch die Auswirkungen verschiedener Anbau- und Ernteverahren auf das Ökosystem Boden lassen sich "begreifbar" machen.